100. Internationaler Tag der Frauen: Konkretes Handeln hier und anderswo!
ÖVP Frauen kaufen Aktien
Unterstützung von Frauen in den ärmsten Ländern der Welt – Quoten und Schiedskommission als „Eisbrecher“ hierzulande.
Mikrokredite für Frauen
Anlässlich des 100. Internationalen Frauentages unterstützt die ÖVP-Frauenbewegung ein Projekt des „Hilfswerk Austria International“ in den ärmsten Ländern der Welt, um Frauen in schwierigen Lebenssituationen bei der Verbesserung ihrer Lebensumstände zu helfen. „Wir kaufen Aktien“, so Landesleiterin LR Kristina Edlinger-Ploder: „Mitglieder der Österreichischen Frauenbewegung in den Bundesländern erwerben mit einer Spende Aktien des Hilfswerk Austria International.
Das „Hilfswerk Austria International“ mit Geschäftsführerin Dr. Heidi Burkhart arbeitet an der Verbesserung der Lebenschancen von Kindern und Frauen, an der Förderung ihrer Gesundheit und ihrer sozialen Situation und sucht Unterstützung über projektbezogene Patenschaften. Hier setzt die Hilfe der ÖVP-Frauenbewegung ein.
„Vielfach ist die Situation für Frauen in ärmeren Ländern immer noch dramatisch. Deshalb haben wir Steirerinnen beschlossen, mit unserer „Aktie Leben“ Frauen in Kolumbien mit Mikrokrediten zum Aufbau von Kleinunternehmen zu unterstützen, damit diese so ihr Leben und das ihrer Familien finanzieren können“, erklärt Edlinger-Ploder die Beweggründe für die Unterstützung dieser Aktion. Es sei die Aufgabe einer Frauenorganisation, solidarisch jene Frauen zu unterstützen, die dringend Hilfe benötigen. (INFO: www.hilfswerk.at)
Quote als Chance sehen!
Bezüglich der Situation von Frauen hierzulande bekräftigte Edlinger-Ploder ihre Ansicht, dass nach 100 Jahren Kampf für Frauenrechte die Zeit gekommen sei, anstatt der Formulier ung von „Grußadressen“ am 8. März, konkrete Handlungen in Richtung Umsetzung zu tun.
Innerhalb der Österreichischen Volkspartei habe sie daher einen Leitantrag der österreichischen Frauenbewegung formuliert, wonach die ÖVP-Frauen ein verpflichtendes Reißverschlusssystem für eine gerechte Teilnahme von Frauen in allen politischen Gremien der ÖVP einfordern.
„Obwohl ich mich bisher zu Quoten grundsätzlich zurückhaltend geäußert habe, bin ich heute der Meinung, dass die gesetzliche Verankerung von Frauenquoten etwa in staatsnahen Betrieben als deutliches Signal für die Ernsthaftigkeit unserer Forderungen notwendig ist. Sonst vergehen noch 100 Jahre, an denen wir pünktlich zum Frauentag dieselben Forderungen gebetsmühlenartig wiederholen, ohne konkrete Ergebnisse zu erzielen“, betont Edlinger-Ploder. Die Freiwilligkeit in diesen Fragen sei an ihre Grenzen gestoßen und habe nicht das gebracht, was man sich angesichts der realen gesellschaftlichen Entwicklungen erwarten dürfte.
Gleichzeitig wiederholte die steirische Landesrätin ihren Vorschlag, ähnlich der Gleichbehandlungskommission eine Schiedskommission unter Einbindung der Sozialpartner einzurichten, mit der ungleichen Löhnen zu Leibe gerückt werden könne. Auch wenn es kein direktes Zugriffsrecht gäbe, könne die Spruchpraxis dennoch einiges verändern, ist Edlinger-Ploder überzeugt. Die Einrichtung einer solchen Behörde könnte wesentlich dazu beitragen, die tatsächlichen Vergehen der Schlechterstellung von Frauen in den Gehaltsverhandlungen anzuzeigen und gegebenenfalls eine Angleichung bewirken.





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