"Bedarfs und Entwicklungsplan sichert die Pflege in der Steiermark"
Mit dem Bedarfs- und Entwicklungsplan Pflege legt Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder einen detaillierten Entwicklungsplan für die Pflegeleistungen bis zum Jahr 2020 vor. "Besonders wichtig sind die bessere Unterstützung pflegender Angehöriger, der Ausbau der Mobilen Pflege und die weitere Qualitative Verbesserung der Pflegeleistungen", erklärt die Landesrätin.
Erstmals seit dem Jahr 1998 verfügt die Steiermark über einen „Bedarfs- und Entwicklungsplan“ für die Pflege. Dieser stellt die wichtigste Basis für den Ausbau aller Pflegeleistungen in der Steiermark dar und nimmt den zusätzlichen Bedarf bis zum Jahr 2020 vorweg. „Wir haben den derzeitigen Stand sehr genau analysiert und basierend auf der Entwicklung der regionalen Bedürfnisse einen genauen Plan für den Ausbau regionaler Pflegeleistungen erstellt“, erklärt Edlinger Ploder.
Mobil vor stationär
Wichtiger Schwerpunkt bei der Entwicklung der Pflege ist der Grundsatz „Mobil vor Stationär“. Die Analyse zeigt deutlich, dass der Großteil der Pflegegeldbezieher in der Steiermark auf die Pflegestufen 1 – 3 konzentriert ist. 70% aller Pflegebedürftigen werden zuhause, meist von Angehörigen gepflegt. "Der weitere Ausbau der Mobilen Pflege und Betreuung bzw. der betreuten Wohneinrichtungen soll pflegende Angehörige unterstützen und den Bedarf an zusätzlichen Pflegeheimen reduzieren.“
Regionale Bedürfnisse im Mittelpunkt
Beim Ausbau der Pflegeleistungen stehen für Edlinger-Ploder regionale Bedürfnisse im Mittelpunkt. „Die regionalen Unterschiede bei der Versorgungsdichte mit Pflegeleistungen sind bereits jetzt deutlich. So verfügt der Bezirk Weiz über 84 Pflegebetten pro 1000 Einwohner über 75 Jahre, der Bezirk Knittelfeld hingegen über 160. Künftig sollen diese regionalen Unterschiede reduziert werden, um eine optimale und bedarfsorientierte Versorgungsdichte zu erreichen.“
Personal als Schlüssel zur Qualität
Besonders wichtig ist für Edlinger-Ploder auch die Weiterentwicklung des Pflegepersonals. „Bereits jetzt herrscht teilweise Personalmangel, weshalb wir hier zusätzliche Akzente setzen werden. Gurt ausgebildetes Personal ist der Schlüssel zu einer qualitativ hochwertigen Pflege und Betreuung“. Bis zum Herbst wird deshalb einen eigenen Personalentwicklungsplan für die Pflege geben.
Demenz und Migration
Weitere Schwerpunkte in der Entwicklung der Pflege sollen in der Betreuung Demenzkranker und in der Betreuung pflegebedürftiger Migranten gesetzt werden. Hier sieht Edlinger-Ploder einen steigenden Bedarf für die Zukunft.
Bis zum Jahr 2013 sollen schließlich alle Pflege- und Betreuungsleistungen in einem eigenen Landespflegegesetz zusammengefasst werden.
Alle Details zum neuen Bedarfs- und Entwicklungsplan Pflege (inkl. einer regionalen Bedarfsprognose für die steirischen Bezirke) finden Sie in beigefügtem Dokument.





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