Joanneum Research nach Umstrukturierung auf Erfolgskurs
Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte Wissenschaftslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder den neuen Allein-Geschäftsführer der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft Wolfgang Pribyl offiziell vor. Pribyl leitet die größte Forschungseinrichtung des Landes seit 1. September.
Wolfgang Pribyl und Kristina Edlinger-Ploder legten die erste Bilanz des Forschungsunternehmens nach der erfolgreichen Umstrukturierung vor.
So wurde der Auftragsstand um 4 Millionen Euro auf den historischen Höchststand von 54,5 Millionen Euro gesteigert, die Betriebsleistung konnte im Geschäftsjahr 2010/2011 auf 30,6 Millionen Euro erhöht werden. Diese setzt sich zu 65% aus Inlandserlösen und zu 35% aus Auslanderlösen zusammen. Der Anteil der auf die Steiermark entfallenden Betriebsleistung in Höhe von 19% spiegelt den Unternehmensauftrag wider, die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der steirischen Unternehmen durch Forschungsleistung zu verstärken.
Damit konnte die sehr engagierte Zielvorgabe des Landes Steiermark, Direktbeauftragungen aus der Wirtschaft in Höhe von etwa 10 Millionen Euro zu lukrieren, bereits zwei Jahre vor Frist nahezu erreicht werden. Sie betragen derzeit 8,8 Millionen Euro.
Außerdem wurde der Rahmenplan organisatorisch vollständig umgesetzt. Seit 30. Juni 2011 ist die JOANNEUM RESEARCH in 5 Forschungseinheiten gegliedert:
MATERIALS – Institut für Oberflächentechnologien und Photonik
HEALTH – Institut für Biomedizin und Gesundheitswissenschaften
DIGITAL – Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien
RESOURCES – Institut für Wasser, Energie und Nachhaltigkeit
POLICIES – Zentrum für Wirtschafts- und Innovationsforschung
Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurde zur Unterstützung der inhaltlichen Schwerpunktbildung eine räumliche Konzentration der Forschungseinheiten eingeleitet. Durch Ankauf des Palais Herberstein, Leonhardstraße 59, im Jänner, welches bereits im April bezogen wurde, können drei bisherige Standorte in Graz aufgelassen werden.
Das JR beschäftigt zurzeit 442 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 154 Frauen.
Im 7. EU-Rahmenprogramm wurden Projekte mit einem Fördervolumen in Höhe von rund EUR 3,3 Mio. zuerkannt. Über nationale kooperative Forschungsprojekte im Rahmen der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) wurden im Geschäftsjahr 2010/2011 Erlöse in Höhe von rund EUR 1,4 Mio. erzielt.
Mit 79% konnte der im internationalen Vergleich hohe Selbstfinanzierungsgrad, also der Anteil der Ausgaben, der von JOANNEUM RESEARCH aus eigener Kraft erwirtschaftet worden ist, weiterhin auf hohem Niveau gehalten werden.
Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder: „Diese Bilanz unterstreicht die Leuchtturmfunktion des JOANNEUM RESEARCH auch international. Dieser Erfolg ist nicht nur den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken, er bestätigt auch, wie richtig es war, den Weg der Umstrukturierung und Schwerpunktbildung mitzugehen!“
Wolfgang Pribyl: „Mit JOANNEUM RESEARCH darf ich eine gut aufgestellte, sehr innovative Forschungseinrichtung übernehmen und möchte sie, teilweise auch mit zusätzlichen, neuen Forschungsthemen, in eine erfolgreiche Zukunft führen.“





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