Adelheid Fürntrath-Moretti zur Bundesvorsitzenden von Frau in der Wirtschaft im Wirtschaftsbund wieder gewählt
Die Abgeordnete zum Nationalrat Adelheid Fürntrath-Moretti wurde am 9.3.2012 im Rahmen der Generalversammlung der Arbeitsgemeinschaft "Frau in der Wirtschaft" im Wirtschaftsbund in Salzburg mit 95,1 Prozent der Stimmen als Bundesvorsitzende bestätigt.
"Die Wirtschaft ist weiblich", stellte Fürntrath-Moretti mit Verweis auf die stetig steigende Zahl an Unternehmerinnen in Österreich fest. Waren es beispielsweise in der Steiermark im Jahr 2000 zirka 33 Prozent, so sind es jetzt bereits knapp 60 Prozent Frauen, die ein Unternehmen gegründet haben. Diese Entwicklung müsse sich aber noch viel stärker in den Gremien wiederspiegeln: im Wirtschaftsbund, in der Wirtschaftskammer, in den Aufsichtsräten sowie in der Politik insgesamt. "Meine und unsere Aufgabe ist es, den Frauen Mut zu machen, sich stärker politisch zu engagieren. Nur so können wir auch mitgestalten und damit Unternehmerinnen unterstützen", so die wiedergewählte Bundesvorsitzende zu den 120 Delegierten.
Fürntrath-Moretti verwies dabei auf zentrale Erfolge von Frau in der Wirtschaft: die Einführung der Betriebshilfe, die Forcierung von Mikrokrediten oder zahlreiche Maßnahmen, die den Unternehmerinnen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern würden, wie das Kinderbetreuungsgeld auch für Unternehmerinnen oder die steuerliche Absetzbarkeit der Kinderbetreuung.
Die unregelmäßigen Arbeitszeiten von Unternehmerinnen erforderten aber auch flexiblere Kinderbetreuungseinrichtungen. Demnach fehlten laut Fürntrath-Moretti rund 44.000 Betreuungsplätze, besonders für unter 3-Jährige und zu den Randzeiten.
Weiters gelte es, bestehende Ungerechtigkeiten im Vergleich zu Arbeitnehmerinnen zu beseitigen. "Wir Unternehmerinnen sind nicht die G´stopften, als die man uns gerne hinstellt. Warum erhält eine Unselbständige Wochengeld in der Höhe von durchschnittlich 41 Euro, während eine Unternehmerin pauschal nur 27 Euro bekommt? Warum gibt es EU-Fördertöpfe für Fortbildungsmaßnahmen von Arbeitnehmerinnen, für Unternehmerinnen aber nicht?", so Fürntrath-Moretti. Hier fordere sie Fairness gegenüber den großteils kleinen Unternehmerinnen ein. Als Präsidentin der "Frauen Europäischer Mittel- und Kleinbetriebe" (Anm.: seit 2010 ist Fürntrath-Moretti Präsidentin von FEM) werde sie sich vehement für die Schaffung einer eigenen Förderschiene für Unternehmerinnen auf europäischer Ebene einsetzen.
"Der Wirtschaftsbund steht für unbequem deutlich", erinnerte Fürntrath-Moretti abschließend. Unbequem deutlich werde sie auch sein, wenn es darum geht, die Anliegen der Unternehmerinnen innerhalb des Wirtschaftsbundes, der Wirtschaftskammer und des Nationalrats in der neuen Funktionsperiode zu vertreten.





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